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Das Römische Reich – millimetergenau auf den Punkt gebracht!
Praxisprojekt „Geodäsie und GIS“ am UNESCO Welterbe Donaulimes in Passau.
19/05/2026
Auch in diesem Jahr haben Studierenden aus dem Bachelorstudiengang „Angewandte Geodäsie und Geoinformatik“ wieder verschiedene Bodendenkmäler des UNESCO Welterbe Donaulimes in Bayern dokumentiert. Im Rahmen einer mehrjährigen Kooperation zwischen dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Fakultät für Geoinformation ging es dieses Mal nach Passau, wo in mehreren Teilprojekten unterschiedliche Objekte zum Teil millimetergenau erfasst wurden. Hierzu zählten u.a.
- Fundamentmauern des spätantiken Kastell Boiotro
- Grundmauern eines spätantiken Wachturms (Burgus)
- Diverse Reliefsteine
- Außenanlagen Römermuseum Boiotro
Hierbei kamen verschiedene geodätische Messverfahren zum Einsatz, wie beispielsweise Tachymetrie, GNSS, statisches und mobiles Laserscanning sowie Photogrammetrie. Anschließend wurden die Daten an der Hochschule München in Form von 3D-Modellen aus Millionen von Punkten, detaillierten Bestandsplänen, digitalen Geländemodellen oder einer Geodatenbank als Teil eines Geoinformationssystems (GIS) ausgewertet. Die Studierenden konnten somit ihr bisher im Studium erlerntes Wissen anwenden und weiter vertiefen. Als Zentrale diente in der Messwoche das Römermuseum in Passau (herzlichen Dank an Dr. Maurer und sein Team!). Übernachtet wurde gemeinschaftlich in einem Selbstversorgerhaus im idyllisch gelegenen Kelchham. Nach getaner Arbeit sorgten geschmackvolle Kochkünste und spannende Matches an der Spielkonsole für die notwendige Erholung. Insgesamt wieder einmal ein interessantes, aber auch arbeitsintensives Projekt, das neben diversen Herausforderungen für die kleinen Projektteams auch einiges an Spaß und sicherlich viele neue Erfahrungen bereithielt. Die gewonnenen Daten werden dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zur weiteren Verwendung übergeben.