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Ganz große Bühne für unsere Forschung
Labor für Photogrammetrie und Fernerkundung auf dem ISPRS-Kongress in Toronto
15/07/2026
Alle vier Jahre lädt die ISPRS (International Society for Photogrammetry and Remote Sensing) zum internationalen Kongress ein. Geschätzt über zwei Tausend Delegierte aus der ganzen Welt folgten in diesem Jahr dem Aufruf und haben sich Anfang Juli in Toronto (ON, Kanada) eingefunden. Auch eine Delegation aus unserem Labor für Photogrammetrie und Fernerkundung war mit am Start (Abb. 1).
B. Eng. Stephanie Dachsberger (Abb. 2) studiert aktuell im Masterstudiengang „Geomatik“ und hatte die einmalige Gelegenheit, ihre Seminararbeit über „Label-Ageing“ dem versammelten internationalen Fachpublikum vorzustellen. Die Studie entstand in Kooperation mit Dr.-Ing. Sarah Hauser vom Karlsruher Institut für Technologie und ist unter doi.org/10.5194/isprs-annals-XI-3-2026-959-2026 abrufbar. Die Reise wurde durch ein Stipendium des DAAD finanziell gefördert.
M. Eng. Lorenz Krefft (Abb. 3) forscht als Doktorand an der digitalen Erkennung von Bauwerksschäden. Im Rahmen des Kongresses stellte er einen Teil seiner Forschungsarbeit, mit dem Titel „Hybrid Calibration between a Laser Scanner and Smartphone Camera Using hourglass targets and Deep Learning“ vor. Der Konferenzbeitrag ist unter doi.org/10.5194/isprs-annals-XI-1-2026-167-2026 verfügbar.
Prof. Dr. Ludwig Hoegner war als Projektleiter vor Ort. Er ist außerdem in mehreren Arbeitskreisen der ISPRS tätig und unter anderem an der Erstellung eines Benchmarks zur 3D-Rekonstruktion von Fassadenelementen aus 3D-Punktwolken beteiligt, der auf dem Kongress erstmals vorgestellt wurde.
In Toronto wurden auch die nächsten großen Veranstaltungen angekündigt: Die Geospatial Week 2027 in Warschau, Das Photogrammetrie-Symposium 2028 in Stuttgart und die ISPRS Kongresse 2029 in Australien und 2030 in Südkorea. Zwei mögliche Forschungskooperationen zwischen der Hochschule München und ausländischen Universitäten wurden vorbereitet, unter anderem ein Forschungsaustausch zum Thema KI-basierte Schadenserkennung an Gebäuden (Abb. 3) mit der Polyuniversity Hong Kong und der Tonji University Shanghai sowie eine mögliche Kooperation zur Gewässervermessung mit der Curtin University, Australien, der University of Calgary, Kanada, der TU-Wien und der Politechnika Morska aus Stettin, Polen. Letztere ist bereits an einer gemeinsamen Deutsch-Polnischen Sommerschule beteiligt und wird in naher Zukunft ein ERASMUS-Austauschpartner für Mitarbeitende und Studierende unserer Fakultät.
Der Kongress bietet - auch durch den stets besonderen Veranstaltungsort (Abb. 4) - eine außergewöhnliche Atmosphäre, um sich international zu vernetzen (Abb. 5) und die neuesten Forschungsergebnisse auszutauschen. Gerade für die Fragestellung aus unseren Forschungsbereichen ist diese Austausch essenziell. Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Mitarbeitenden und sogar Studierenden die Teilnahme am Kongress ermöglichen konnten.