Abschlussarbeit
Ansätze zur Homogenisierung des lokalen Katasterfestpunktfeldes mittels GNSS
Details
- Extern/e Autor:in
- Christoph Luster
- Extern/e Betreuer:in
- Marco Kretzschmar, ADBV Freising
- Intern/e Betreuer:in
- Prof. Dr. Jens Czaja
- Abschluss
- Bachelor
- Studiengang
- Angewandte Geodäsie und Geoinformatik
- Jahr
- 2026
- Fakultät
- Fakultät für Geoinformation
- Status
- abgeschlossen
- Weiteres
-
#extern
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung systematischer Spannungen im Katasterfestpunktfeld und der Bewertung geeigneter Verfahren zu deren Homogenisierung. Ausgangspunkt ist die Problematik, dass historisch gewachsene und neuzeitlich bestimmte Festpunktfelder aufgrund unterschiedlicher Messmethoden, Genauigkeitsstandards und technischer Entwicklungen systematische Klaffungen aufweisen können. Diese Abweichungen überschreiten teilweise die zulässigen Genauigkeitsanforderungen der amtlichen Katastervermessung und führen zu einer inneren Netzspannung, die sich auf nachfolgende Vermessungsarbeiten auswirken kann.
Ziel der Arbeit ist es, bestehende Netzspannungen in einem Testgebiet (s. Abb. 1) messtechnisch nachzuweisen, ihre Ursachen zu analysieren und unterschiedliche Transformationsansätze hinsichtlich ihrer Eignung zur Homogenisierung zu bewerten. Hierzu werden ausgewählte Katasterfestpunkte mittels GNSS im Netz-RTK-Verfahren in mehreren Epochen hochpräzise bestimmt und mit vorhandenen Archivkoordinaten verglichen. Durch die Analyse der Koordinatendifferenzen (s. Abb. 2) sowie die Berechnung verschiedener Transformationen wird untersucht, inwieweit sich systematische Abweichungen reduzieren lassen (s. Abb. 3) und welche Auswirkungen unterschiedliche Passpunktkonstellationen auf die Transformationsparameter und verbleibenden Restklaffungen (s. Abb. 4) haben.
Die Ergebnisse werden sowohl eigenständig ausgewertet als auch mit behördlichen Verfahren verglichen und abschließend mit einem unabhängigen Referenzansatz überprüft. Auf dieser Grundlage erfolgt eine fachliche Bewertung der Umsetzbarkeit einer Homogenisierung unter Berücksichtigung von Genauigkeit, Wirtschaftlichkeit und praktischer Anwendbarkeit. Die Arbeit liefert damit eine Grundlage für den zukünftigen Umgang mit Spannungen im Katasterfestpunktfeld und zeigt mögliche Strategien für eine nachhaltige Vereinheitlichung auf.